Z13 Fotografie - Monday Madness – Besucheransturm und indigene Klänge bei Soulfly im Roxy.
Soulfly @ Roxy Concerts - Tribal Technology Tour 2026 - Support: Quantum Solaris - Monday Madness – Besucheransturm und indigene Klänge bei Soulfly im Roxy.

Reihenweise Fahrzeuge, die sich vor mir in Richtung des Flensburger Industriegebietes schoben, dicker schwarzer Nightliner vor dem Konzert-Gebäude und schon letzte Woche über 300 Tickets verkauft. Soulfly auf großer Tribal Technology Tour 2026. Bei meiner recht frühzeitigen Ankunft um 19.10 Uhr, ja Sankt Pauli wäre stolz auf mich, war der Bereich um das Flensburger Roxy schon gut mit Besuchern gefüllt und drinnen bot sich mir auch kein anderes Bild. Dass man am Ende sogar auf auf rund 450 Gäste kam, freute mich extrem und zeigte, dass der Cavalera-Clan immer noch ganz oben mitmischt. Nach Max` und Igors Ausstieg bei Sepultura sind sie sich und ihren Wurzeln immer treu geblieben. Ob bei Nailbomb, die ich in Wacken richtig gut fand, Cavalera Conspiracy oder anderen Projekten, die Familie hält zusammen und der Nachwuchs, wie Stiefsohn Richie mit INCITE_Heavymetal oder Sohn Zyon an den Drums zog nach. Vor ein paar Tagen hatte ich noch mit Gloria Cavalera gechattet und nachgefragt, ob zur Not Bilder mit Blitzlicht in Flensburg ok wären und Max und der Rest der Bande damit fein wären.
Nach einem Begrüßungsbier nahm ich gleich wahr, dass einige Menschen bereits eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn am Bühnengitter klebten. Dass sie es im Laufe der nächsten Stunden auch nicht mehr verlassen würden und somit „ihren“ Platz den kompletten Abend beanspruchen und nicht mehr hergeben würden, stieß mir etwas übel auf. Dass wir die Kids und jungen Mädels nach vorne lassen, ist für mich selbstverständlich, aber warum müssen bitte Leute mit 1,90m vorne alles dichtmachen und ihr “Handtuch auf den Liegestuhl legen“? In den Reihen dahinter kämpften neben mir als Fotograf auch etliche eher kleiner gewachsene Fans um ein wenig Sicht. Vielleicht bin ich da zu oldschool, aber ich denke, ein Pit sollte im Flow sein, alles bewegt sich und jeder steht mal vorne.

Dass es an diesem Abend eine Vorband geben sollte, war wirrerweise komplett an mir vorbeigegangen, aber war natürlich sehr willkommen. Danish Dynamite in da House, die Jungs von Quantum Solaris kamen bodenständig und sehr sympathisch rüber, bedankten sich ausgiebig, die Hütte für Soulfly anheizen zu dürfen und nannten es ihren bisher zahlenmäßig am besten besuchten Gig und wohl auch den allerersten in Dschörmani. Sowas mag ich. Mit ordentlich Druck hauten sie einen Melodic Death Metal-Song nach dem anderen raus und nahmen das Publikum von Song zu Song immer mehr mit. Der Fünfer aus Sønderborg gefiel mir gut und wurde immer präsenter und selbstsicherer auf der Bühne. Nach Song drei stand ich schon im eigenen Saft und das Shirt, das eben noch noch locker fiel, klebte auftragend auf dem Fotografenleib. Schöner Start!

Bild Quelle - Quantum Solaris
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Nachdem ich doch einige mir bekannte Menschen ausmachen konnte oder sie mich, ging es nach einer überschaubaren Pause dann weiter mit Familie Cavalera. Sie hatte, um Gemütlichkeit bemüht, schönerwohnenmäßig einige Tarnnetzte aufgehängt. Ihr verrückten Dekoqueens!
Als Max dann letztendlich die Bühne betrat, schien der offizielle Moshpit-Herbst eröffnet worden zu sein. Denn die ekstatische Bewegung auf der Tanzfläche zog sich über die gesamten 72 Minuten Spielzeit. Ob harter Pit oder synchrones Hüpfen, hier war der Hallensport zuhause und ich gerne mittendrin statt nur... lassen wir das.
Nebenbei galt auch noch, ein wenig als Wand zu fungieren und die Pit-Meute für jemandem am Bühnengitter auf Abstand zu halten. Deep wurde es immer, wenn der Groove- und Thrash Metal-Sound durch traditionelle brasilianische und indigene Instrumente wie den Berimbau bereichert wurde und so der magische Tribal-Metal-Sound, für den Soulfly so geliebt wird, das Publikum fesselte. Lasst uns doch einfach eine Stunde mit rituellen Gesängen und Rhythmen die Zeit vergessen, ich wäre dabei! Wie voll es war, zeigte sich auch, als man den Rückweg von der Toilette zur Bühne nehmen wollte und selbst der Durchgang voller Menschen war.
Nebenbei galt auch noch, ein wenig als Wand zu fungieren und die Pit-Meute für jemandem am Bühnengitter auf Abstand zu halten. Deep wurde es immer, wenn der Groove- und Thrash Metal-Sound durch traditionelle brasilianische und indigene Instrumente wie den Berimbau bereichert wurde und so der magische Tribal-Metal-Sound, für den Soulfly so geliebt wird, das Publikum fesselte. Lasst uns doch einfach eine Stunde mit rituellen Gesängen und Rhythmen die Zeit vergessen, ich wäre dabei! Wie voll es war, zeigte sich auch, als man den Rückweg von der Toilette zur Bühne nehmen wollte und selbst der Durchgang voller Menschen war.
Die Energie, die Soulfly ausstrahlen, die Liebe zur Musik und die Interaktion mit den Fans sind schon gewaltig und haben nichts von ihrer Urkraft verloren. Eine musikalische Revolte, tief verwurzelt im Underground des Extreme Metals, so lebt es die Band seit Stunde Eins.
Was die Bilder betrifft, hatte ich mir im Vorfeld so einiges vorgenommen, was ich jedoch kaum bis gar nicht umsetzten konnte. Nicht nur der prall gefüllte Laden mit wildem Pit und somit schlechte Sicht, sondern auch die heftig feuchte Luft, Bühnennebel und das vorrangig indirekte LED-Licht in gelborange und rot machten den Fokus meiner Kameras an diesem Montag wahnsinnig. Gehört aber auch dazu, also gucken, ob was dabei ist und sich über einen verdammt geilen Konzertabend freuen.
Timmy

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Schaut hier alle Full Size Fotos von dem
Flensburger Roxyconcerts Event an
und weitere Berichte: Tim Z. - Z13 Fotografie
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Text - Bildquelle: Facebook.com/Z13Fotografie
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